Freitag, 1. Februar 2013

Wintervariante

es schneit. schon seit Tagen. selbst die Stadt ist schneeweiß – nicht grau. wie sonst im Winter .
 ein Wochenende. sie treffen sich – vielleicht zum ersten oder zweiten Mal – schon ganz früh. haben einen Ausflug geplant – raus aus der Stadt. rodeln – übers WE – er kennt da so'ne Hütte – von den Eltern irgend eines Kumpels, die die Hütte aber nie im Winter nutzen.  sie sind eingepackt wie Eskimos. rodeln wie Kinder, bauen Schneemänner, lachen, bewerfen sich, kämpfen zum Spaß miteinander im Schnee. dabei kommen sie sich manchmal schon ganz schön nah – und spüren Hitze - zwischen den Wangen, der Nase, den Lippen, dem Körper - so nah beieinander – trotz der eisigen KälteStunden später frieren sie doch – sind ganz durchgeweicht. Doch hat ein Nachbar in der Umgebung netter weise die Hütte vorgeheizt. überall schön warm – auch der Badeofen ist vorsorglich angeheiztAlles so nass und kalt... sie ziehen sich - jeder für sich - die Klamotten aus. er hüpft, nur noch ein Bein so halb in der Hose ins Bad. dreht den Hahn auf … lässt Wasser in die Wanne … hüpft zurück - während sie gerade dabei ist, sich die vorletzte Schicht vom Körper zu schälen. in Hemdchen und Slip steht sie nun da - hält inne. er schon bis auf die Unterhosen ausgekleidet.  Ein kurzer Moment – nicht der Beklemmung, sondern eher des nicht Wissens, was nun. eine kurze Sekunde der Atemlosigkeit - ergreift er die Initiative ... steht vor ihr – ganz nah - aber ohne sie zu berühren.  wieder diese Hitze – oh man ... schaut er ihr in die Augen – intensiv und dann zögert er nicht eine Sekunde länger ... streift ihr ganz rasch das Hemdchen herunter –  auch den Slip. packt sie – sie hat nicht einmal Zeit für ein „Huch“ oder ein „Ah“ oder „Hey, was machst Du!?“ - trägt sie mit Löwenkraft direkt ins Bad und in die Wanne. da sitzt sie im glasklaren Wasser – kein Schaum darin. er hatte das Licht gedimmt – eine Kerze auch angezündet. hockt er vor ihr. er selbst nicht in der Wanne –  fängt an, sie zu baden. erst den Rücken begießt er – schaufelnd mit seinen Händen – mit Wasser ... bald die Arme und dann – da wird er langsamer in seinem Tun und lässt sich ausgiebig Zeit – Ihre Brüste. und sie: schaudert. ein tiefer Atemzug - doch dann kann er nicht länger an sich halten ... küsst sie ... langsam und fest und tief.  das macht sie wild. sie küsst zurück mit all Ihrer Leidenschaft - hält seinen Kopf dabei – zieht diesen immer mehr zu sich ... schon ist auch er in der Wanne und das Spiel beginnt. ein wildes übereinander Herfallen, sich abwechselnd mit zärtlichen, sich Zeit nehmenden Streicheleinheiten und Körpererforschungen – bald wieder ein forderndes Lecken, Ziehen auch Beißen - und dann steht die Zeit still. die Sicht verschwimmt. ein einziger Rausch und er ist – so nah, wie er näher nicht sein könnte - in ihr ... fängt an sich zu bewegen, erst langsam, dann schneller ... sie verliert die Beherrschung ... so geht es dann eine kleine Ewigkeit in der Wanne ... bald auf dem Bett ...  später öffnen sie den Wein. trinken ... sind so glücklich. plaudern über Dinge. Dinge, die sie denken, die Welt, das Leben, Ansichten, alles ... sie stoßen an, fühlen sich so nah ... einfach nur wundersam schön - so echt und alles, was zählt, ist nur dieser eine Moment – und den leben sie. kein Denken an gestern, keines an Morgen. das nächste Mal nimmt er sie auf dem Küchentisch ... später liebkosen sie sich auf dem warmen Teppichboden – draußen die Sterne, die Nacht, die Stille, das Rauschen des Windes durch die Bäume. eine halbe Ewigkeit später erschöpft - doch Trunken vor Glück - halten sie einander. hören die Musik, die er ausgewählt hat. die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit schon lange verschwommen. schweben sie? fliegen sie? ... dieses körperlose Gefühl – wow – Leichtigkeit und Schwere – der Unterschied zwischen den Gegensätzen nicht mehr spürbar – alles vermischt sich. und dann ... ein tiefer,glücklicher, erholsam verjüngender, langer langer schöner Schlaf...

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