ein Wochenende. sie treffen sich
– vielleicht zum ersten oder zweiten Mal – schon ganz früh. haben einen Ausflug geplant – raus aus der Stadt. rodeln –
übers WE – er kennt da so'ne Hütte – von den Eltern irgend
eines Kumpels, die die Hütte aber nie im Winter nutzen. sie sind eingepackt wie Eskimos. rodeln wie Kinder, bauen Schneemänner, lachen, bewerfen sich,
kämpfen zum Spaß miteinander im Schnee. dabei kommen sie
sich manchmal schon ganz schön nah – und spüren Hitze - zwischen
den Wangen, der Nase, den Lippen, dem Körper - so nah beieinander –
trotz der eisigen Kälte. Stunden später frieren sie doch –
sind ganz durchgeweicht. Doch hat ein Nachbar in der Umgebung
netter weise die Hütte vorgeheizt. überall schön warm – auch der
Badeofen ist vorsorglich angeheizt. Alles so nass und kalt... sie ziehen
sich - jeder für sich - die Klamotten aus. er hüpft, nur noch ein Bein so halb
in der Hose ins Bad. dreht den Hahn auf … lässt Wasser in die
Wanne … hüpft zurück - während sie gerade dabei ist, sich die
vorletzte Schicht vom Körper zu schälen. in Hemdchen und Slip
steht sie nun da - hält inne. er schon bis auf die Unterhosen
ausgekleidet. Ein kurzer Moment – nicht der
Beklemmung, sondern eher des nicht Wissens, was nun. eine kurze
Sekunde der Atemlosigkeit - ergreift er die Initiative ... steht vor
ihr – ganz nah - aber ohne sie zu berühren. wieder diese Hitze –
oh man ... schaut er ihr in die Augen – intensiv und dann zögert
er nicht eine Sekunde länger ... streift ihr ganz rasch das Hemdchen
herunter – auch den Slip. packt sie – sie hat nicht einmal
Zeit für ein „Huch“ oder ein „Ah“ oder „Hey, was machst
Du!?“ - trägt sie mit Löwenkraft direkt ins Bad und in die Wanne. da sitzt sie im glasklaren Wasser – kein Schaum darin. er hatte
das Licht gedimmt – eine Kerze auch angezündet. hockt er
vor ihr. er selbst nicht in der Wanne – fängt an, sie zu baden. erst den Rücken begießt er – schaufelnd mit seinen Händen –
mit Wasser ... bald die Arme und dann – da wird er langsamer in seinem
Tun und lässt sich ausgiebig Zeit – Ihre Brüste. und sie:
schaudert. ein tiefer Atemzug - doch dann kann er nicht länger an
sich halten ... küsst sie ... langsam und fest und tief. das
macht sie wild. sie küsst zurück mit all Ihrer Leidenschaft -
hält seinen Kopf dabei – zieht diesen immer mehr zu sich ... schon
ist auch er in der Wanne und das Spiel beginnt. ein wildes
übereinander Herfallen, sich abwechselnd mit zärtlichen, sich Zeit
nehmenden Streicheleinheiten und Körpererforschungen – bald wieder
ein forderndes Lecken, Ziehen auch Beißen - und dann steht die Zeit
still. die Sicht verschwimmt. ein einziger Rausch und er ist – so
nah, wie er näher nicht sein könnte - in ihr ... fängt an sich zu
bewegen, erst langsam, dann schneller ... sie verliert die
Beherrschung ... so geht es dann eine kleine Ewigkeit in der Wanne ... bald auf dem Bett ... später öffnen sie den Wein. trinken ... sind so glücklich. plaudern über Dinge. Dinge, die sie denken, die
Welt, das Leben, Ansichten, alles ... sie stoßen an, fühlen sich
so nah ... einfach nur wundersam schön - so echt und alles, was zählt,
ist nur dieser eine Moment – und den leben sie. kein Denken an
gestern, keines an Morgen. das nächste Mal nimmt er sie auf dem
Küchentisch ... später liebkosen sie sich auf dem warmen
Teppichboden – draußen die Sterne, die Nacht, die Stille, das
Rauschen des Windes durch die Bäume. eine halbe Ewigkeit
später erschöpft - doch Trunken vor Glück - halten sie einander. hören die Musik, die er ausgewählt hat. die Grenzen zwischen Traum
und Wirklichkeit schon lange verschwommen. schweben sie? fliegen
sie? ... dieses körperlose Gefühl – wow – Leichtigkeit und
Schwere – der Unterschied zwischen den Gegensätzen nicht mehr
spürbar – alles vermischt sich. und dann ... ein
tiefer,glücklicher, erholsam verjüngender, langer langer schöner
Schlaf...